Industrielle Lasertechnik




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Mit dem Werkzeug Laser ein Werkstück oder Bauteil zu markieren, ist ein technisch anspruchsvoller Prozess. Der Anwender muss wissen, mit welcher Pulsleistung, Pulsfrequenz, Strahlablenkgeschwindigkeit und mit welcher Energie er den Laser einstellen muss. Mit dem Laserparameterassistent Navigator ist Trumpf eine Innovation gelungen, die das Lasermarkieren erheblich vereinfacht. Durch die intelligente Hilfe bei der Laser-einstellung richtet sich der Blick vom Bildschirm weg zurück auf das Werkstück.

Bei all den verschienenden Parametern zum Laserbeschriften, fällt es nicht nur unerfahrenen Anwendern schwer, immer den Überblick zu behalten. Zwar kann man nach einer Testmarkierung das Ergebnis jederzeit verfeinern und optimieren, aber das ist in der Praxis aufgrund der vielen Einstellmöglichkeiten häufig schwierig. Gerade vor dem Hintergrund, dass jedes Material ein anderes Laserparameterset für eine qualitativ hochwertige Markierung benötigt, stellt sich die Frage nach entsprechenden Hilfsmitteln.

Die Applikationsexperten aus den Trumpf Applikationslaboren finden aufgrund ihrer Erfahrung problemlos die richtigen Parameter für eine optimale Markierung. Aus Kundenwünschen und -anforderungen wie Markierqualität und Design, aber auch der maximal möglichen Dauer des Markiervorgangs, erarbeiten sie verschiedene Mustermarkierungen. Aus diesen können die Kunden dann die für sie optimale Kombination aus Lasertyp, Markierqualität und Prozesszeit wählen. Trumpf verkauft primär also keine Laser, sondern ganzheitlich optimale Markierprozesse.

Unternehmen verbessern immer wieder ihre Produkte und Produktionsabläufe. Dies hat zur Folge, dass auch Markierprozesse adaptiert werden müssen. Dafür haben viele Kunden eigene Lasermarkierexperten im Haus, die die anstehenden Veränderungen ohne externe Hilfe umsetzen. Das Prinzip der Herangehensweise an Lasermarkierungen in den Trumpf Applikationslabors ist dank eines umfassenden Schulungsangebotes gut vermittelbar. Mit den Schulungen sind die Kunden in der Lage, in angemessener Zeit sehr gute Markierungen zu erstellen. Die Bedienung der Laser ist eingängig und leicht erlernbar. Es gibt einen CAD-Editor, mit dem man rasch komplexe Markier-Designs erschaffen und diese durch Einbindung zahlreicher importierbarer Grafikformate erweitern kann. Daneben hat der Anwender die Möglichkeit, auf einer objektorientierten Programmieroberfläche Programme zu erstellen, mit denen bestehende Systeme und Peripheriegeräte gesteuert oder angebunden werden können. In den Schulungen bekommen die Kursteilnehmer alle notwendigen Kenntnisse zum Lasermarkieren und Basiswissen zur Funktionsweise des Lasers vermittelt, so dass sie die Maschineneinstellungen sinnvoll verändern können.

In Anbetracht der vielen Einstellmöglichkeiten der TruMark Laser fiel es aber trotz des Kursangebots vor allem Neulingen im Lasermarkieren nicht immer leicht, die richtigen Einstellungen treffsicher vorzunehmen und den Überblick zu bewahren. Die Trumpf Laser Marking Systems AG im schweizerischen Grüsch hat daher im Jahr 2008 ein Projektteam ins Leben gerufen, um Kunden den Umgang mit dem Werkzeug Laser noch weiter zu erleichtern. Dabei wurden das einzigartige Fachwissen und die langjährige Erfahrung der Schulungs- und Applikationsfachleute sowie der Entwicklungsingenieuren aller Fachrichtungen so aufbereitet, dass es integraler Bestandteil des Produkts selbst wurde. Anfang 2009 hat Trumpf das Ergebnis des Projektes unter dem Namen Navigator für seine TruMark Beschriftungslaser vorgestellt.

Der Laserparameterassistent Navigator ist ein optionales Softwaremodul in der Markierlasersoftware von Trumpf TruTops Mark. In nur drei Schritten führt der Navigator zu einem guten Markierergebnis. Der Anwender muss sich in einem übersichtlichen Menü zwischen den Werkstoffen Metall, Kunststoff und Keramik entscheiden, das gewünschte Verfahren wählen – zum Beispiel Tiefengravur – und schliesslich noch entscheiden, ob eine Linie oder eine Fläche markiert werden soll. Mit dieser Information errechnet das Softwaremodul verschiedene Parametersets, die zum gewünschten Vorhaben passen. Auf dem CAD-Editor entsteht ein Matrixfeld aus bunten Quadraten, das sich vergrößern und verkleinern, erweitern und reduzieren lässt und so in seinen Dimensionen dem zu markierenden Werkstück angepasst werden kann. Unter dem Pilotlaser, der die Kontur des Feldes abbildet, positioniert der Anwender das Bauteil und startet den Markiervorgang. Nachdem der Laser die jeweils leicht unterschiedlichen Testfelder auf das Produkt markiert hat, vergleicht der Bediener diese und sucht das für ihn beste Ergebnis aus. Die Achsenbeschriftungen der Matrix sind fortlaufend alphabetisch und numerisch geordnet, so dass man dann nur die Bezeichnung des besten Feldes – zum Beispiel „C8“ oder „E1“ – wieder im Navigator eingibt. Wenn man möchte, kann man mit der Zoomfunktion die Matrix nochmals verfeinern. Mit der Maus markiert und ausgewählt, errechnet der Laserparameterassistent ein neues Matrixfeld mit detaillierteren Parameterwerten. Diese liegen zwischen den Rändern der ersten markierten Felder. Das kann man theoretisch beliebig oft wiederholen. Darüber hinaus – darauf bestanden die Applikationsingenieure – sollte es weiterhin die Möglichkeit geben, auf konventionelle Art einzelne Parameterwerte einzugeben. Wer möchte, kann sich zusätzlich zur alphanumerischen Feldbezeichnung auch die Lasereinstellungen auf den Achsen anzeigen und markieren lassen. Nach Begutachtung der Testmarkierung importiert der Anwender das Parameterset des besten Testfeldes per Mausklick in die eigene Markierdatei. Der gesamte Prozess dauert keine fünf Minuten und ist auch für Laserneulinge problemlos beherrschbar.

Der Navigator war ursprünglich als Hilfsinstrument für unerfahrene Laseranwender gedacht. Herausgekommen ist jedoch ein Instrument, das alle Anwender nutzen können, vom Neuling bis hin zum erfahrenen Markierlaserexperten. Denn das Softwaremodul erleichtert es jedem, schneller die passenden Lasereinstellungen zu finden und ein qualitativ hochwertiges Markierbild zu erzeugen. Der Weg über direkte Parametereingabe steht nach wie vor jederzeit offen, ist nun aber nicht mehr zwingend notwendig. Für Trumpf ist es besonders wichtig, gerade bei Markierlasern die Technik für den Anwender ein Stückweit ausblendbar zu machen. Der Markierlaser ist zwar eine komplexe Maschine, ist aber für den Anwender funktional mit einem Drucker vergleichbar. Mit dem Unterschied, dass die Materialoberfläche direkt und nicht Etiketten bearbeitet werden. Und gerade dadurch ist das Beherrschen des Lasermarkierens wesentlich anspruchsvoller als das Drucken auf Papier. Der Navigator für die TruMark Laser schließt diesen Unterschied zwischen vergleichbarer Funktion einerseits und ungleicher Komplexität bei der Bedienung andererseits für den Anwender.

Für den Anwender wird der Markierlaser durch den Laserparameterassistenten greifbarer und verständlicher. Der Laser bleibt zwar noch immer ein faszinierendes Werkzeug, ohne dass man sich aber zwingend mit seiner Technik auseinandersetzen muss. Der Name Navigator ist dabei treffend gewählt: durch Eingabe dreier Schritte, die der Anwender gehen möchte, navigiert ihn der Laser selbständig zu guten Lasereinstellungen. Wie viel das wert ist, weiss jeder, der selbst schon einmal versucht hat, eine Markierung zu verbessern und gescheitert ist.

Höchste Markierqualitäten bei kürzesten Prozesszeiten wird der Anwender aber auch weiterhin durch Applikationsversuche im Trumpf Labor finden. Aber auch hier setzen die Experten den Navigator ein, an jenem Ort also, wo die technischen Grundlagen entwickelt wurden. Dies zeigt, dass die intuitive Bedienbarkeit des Softwaremoduls auch im professionellen, ständig variierenden Laborbetrieb überzeugt. Denn insbesondere eine Einrichtung, die im Stundentakt wechselnde Markieranforderungen erfüllen muss, profitiert auch erheblich von den verkürzten Rüstzeiten. Das ermöglicht dem Anwender neue Freiräume bei Gestaltung und Veredelung von Materialoberflächen. Der Laser als Werkzeug wird einfacher, zugänglicher und beherrschbarer – auch für Neulinge.

www.trumpf.com

 



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