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Präzisionswerkzeuge zu schleifen, ist Geschäftsgegenstand jeder Schleiferei. Sie mit hauchdünnen Schichten verschleißfester zu machen, ist der Betriebszweck jedes Beschichters. Wann und wo es aber im Interesse des Kunden geboten ist, die Werkzeuge vor dem Schärfen zunächst von vorherigen Hartschichten zu befreien, wird selten gesagt. Brinkmann+Wecker-Chef Clemens Wecker hat da seine eigenen Erkenntnisse.
Jede Messe zeigt Grenzen auf, bilanziert Geschäftsführer Clemens Wecker den Auftritt seines Hauses auf der GrindTec. Und dies mache für alle Beteiligten auch Sinn. Die Brinkmann+Wecker GmbH, Anbieter von Systemen für das Schärfen von Spiralbohrern, war vom 12. bis 15. März 2008 an der Augsburger Schleiftechnikschau vertreten und sah sich mit überraschend drängenden Fragen konfrontiert: Wie viel Beschichtung verträgt ein Werkzeug überhaupt? Und dies wie oft? „Manche unserer Standbesucher berichteten, wie bei ihren Tools durch wiederholtes Beschichten die gegenteilige Wirkung erreicht worden war: Belastbarkeit und Standzeiten waren gesunken, die Werkstückoberflächen rauer geworden und der Umlaufbestand an Werkzeugen gestiegen.“ Technisch sei dieses Phänomen ebenso leicht erklärbar wie betriebswirtschaftlich kontraproduktiv. ‚Viel hilft viel’ gelte beim Werkzeugbeschichten nicht. Immer noch nicht gehöre es zwingend zum Leistungstausch zwischen Schleiferei und Kunden, dass letzterer ausführlich über die Grenzen der Beschichtung informiert werde. „Gezielt beschichten heißt, dass man mögliche Spannungen zwischen den einzelnen Hartstofflagen berücksichtigt und nicht einfach eine weitere Schicht aufgetragen wird“, sagt Wecker. Insoweit ergebe es oft Sinn, das Werkzeug vor dem Schärfen zunächst von vorherigen Überbeschichtungen zu befreien. Kompetente Beratung hierzu müsse endlich zum Leistungsstandard jeder Werkzeugschleiferei werden, unterstreicht Clemens Wecker. Der Geschäftsführer der Brinkmann+Wecker GmbH ist insoweit gespannt auf die nächste Ausgabe der Grindtec 2010. Sein Unternehmen wird auf jeden Fall wieder dabei sein.